platz im museum (die ideale stadt)

kürzlich hatte marronnier einen termin im museum. recherche für einen artikel über einen architekten der moderne. das viertel, in dem das museum liegt, ein kompakter reißbrettentwurf der 20er-jahre. geschwungene straßen, kleine häuser, gepflegte vorgärtchen. und mittendrin in diesem viertel, im hause des architekten, das museum.

schon die begrüßung war besonders. er wurde gleich hereingebeten, durchschritt einen holzvertäfelten, länglichen raum, um schließlich in der küche einer sympathischen, rauchenden frau gegenüber zu sitzen. am herd köchelten kartoffeln.

er fühlte sich spontan an seine studentenzeit erinnert. das gespräch kam ihm wie ein riesenslalom vor. sie unterhielten sich über den architekten, seine bauten, seine zeit, die damals kursierenden ideen. dann schweifte das gespräch ab und behandelte die abstrusesten themen. er schwelgte in frei aneinandergereihten assoziationen.

später sahen sie sich die utopischen modelle des architekten an, der sich seine stadt y ohne (oder nur mit wenigen) autos gedacht hatte.

im büro ein großer schrank mit büchern. schön, im warmen meer der theorie zu schwimmen. ein platz für die ewigkeit.

mit ausblick auf die ideale stadt.

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