lecture I

(10/4/2009) halte ihn, den kurzen augenblick der ewigkeit. könnte ihm jemand nachempfinden, nacherahnen, nacherfahren (wie auch immer er dies tun sollte: es wäre dem, der es versuchte, nicht möglich), was es heißt, am heutigen karfreitag zwischen 17:13 und 17:19 uhr handke gelesen zu haben, marroniers lieblingsbuch, die niemandsbucht, seite 78 bis 82, dazu rechenzentrum, vertikal, gehört zu haben – vorsichtshalber in endlosschleife. diese sechs minuten, autoloop, unendlich. er hatte sich gefühlt wie in einem kokon, dick eingewoben, abgeschlossen vom rest der welt, die außengeräusche hörte er gedämpft wie durch watte. vorher hatte marronnier den gartentisch aus dem keller hochgeschleppt. schwere, ineinander verkeilte holzbohlen. harte verstrebungen schnitten sich tief in seinen rücken. noch jetzt schmerzte das kreuz. mehrere schreibtage sind vergangen seit dem letzten schneefall.

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